Vor den Heiligen

Das war es also. Alexander stand vor einer Tür und er hatte das unangenehme Gefühl zu wissen, was ihn dahinter erwarten würde. In den Vorstellungen der Menschen war alles viel schöner und erhabener. In Wirklichkeit aber schien es eher wie ein Gang in einer Behörde, auf dem er vor dem Zimmer mit der Zuständigkeit für die Buchstaben K bis M stand. Langsam öffnete sich die Tür und hinter einem Schreibtisch konnte er einen Mann in seinem Alter sehen.
»Aha, der Alexander Martin. Kommen Sie, setzen Sie sich.«
Der Mann war sehr freundlich zu ihm. Gab ihm die Hand zur Begrüßung, lächelte. Obwohl es um ihn herum tatsächlich wie in einem Amt aussah. Er blätterte ein paar seiner Papiere durch. Geburtsurkunde, Personalausweis, ja sogar eine Kopie seines Totenscheins konnte Alexander erkennen.
»Und«, hob der Mann die Stimme von Neuem, »wie hat es Ihnen dort gefallen?«
»Eigentlich ganz gut«, antwortete Alexander ehrlich, wobei ihm seine Antwort ein mulmiges Gefühl im Bauchraum bereitete.
»Eigentlich oder ganz gut?«, bohrte der Mann nach.
»Ein paar Sachen hätten schon besser sein können«, überlegte Alexander laut.
»Zum Beispiel?« Der Mann hatte einen Stift zur Hand genommen und machte sich Notizen.
»Ich wäre gern ein paar Zentimeter größer gewesen. Und schöner.«
Der Mann kritzelte etwas auf seinen Block und schaute zu Alexander.
»Das müssen Sie bei Ihren Eltern einklagen, nicht bei mir. Noch etwas? Ein paar andere Mängel?«
»Dann eben Erfolg, Geld und Glück. Hatte ich alles nicht«, antwortete Alexander, nun schon fast traurig.
Der Mann schaute auf seine Aufzeichnungen, dann auch Alexander. Er runzelte die Stirn.
»Nun. Das hätten Sie jederzeit haben können. Es lag in Ihren Händen. Sie wollten bloß nicht.«
»Wollte ich wohl!«, entfuhr es Alexander wie einem trotzigen Kind und er bemerkte seine Überreaktion sofort. Kleinlaut fügte er hinzu: »Entschuldigung.«
Der Mann grinste und blieb ganz ruhig. »Glauben Sie mir. Ich habe Sie beobachtet. Wir beobachten alle. Monate, Jahre habe ich nach Ihnen geschaut. Immer wieder gehofft, bis es mir zu langweilig wurde. Sie wollten nicht.«
Alexander überlegte kurz, ob er etwas entgegnen und diesem Schreibtischtäter ein paar Notwendigkeiten und Zwänge aus dem wirklichen Leben darlegen sollte. Aber zum einen war er sich nicht sicher, was der Mann alles über ihn wusste, und zum anderen gab es an diesem Ort sowieso keine Wirklichkeit mehr. Und das Leben, das er kannte, wahrscheinlich auch nicht.
Der Mann sagte: »Wir wissen alles über Sie. Wie oft Sie krank waren, wie oft Sie gelogen haben, ja sogar, wie oft Sie Sex hatten.«
»Oh ja, tatsächlich?? War es oft, also vergleichsweise?«
»Ich werde mir meinen Wetteinsatz nachher bei meinen Kollegen abholen. Jeder Idiot stellt diese Frage, wirklich jeder. Was sagt Ihnen diese Zahl denn am Ende? Und was bringt Ihnen ein Vergleich? Seien Sie doch einfach froh, dass Sie überhaupt Sex hatten.«
So hatte es Alexander noch gar nicht gesehen. Froh machte ihn es dennoch nicht. Der Mann schrieb und schrieb. Eine scheinbar endlos lange Pause entstand. Alexanders Handflächen begannen zu schwitzen, ihm wurde mal heiß, mal kalt und in seinem Bauch machte sie dieses nicht definierbare Gefühl des Unwohlseins breit. Es wurde Zeit zu handeln.
»Sagen Sie, jetzt, wo es vorbei ist, was passiert nun mit mir?«
Der Mann schrieb weiter und antwortete ihm beiläufig: »In Ihrem Fall dasselbe wie in Ihrem Leben die meiste Zeit. Nichts.«
»Wie, nichts?«
Nun hörte der Mann mit dem Schreiben auf.
»Na nichts! Alexander Martin, jetzt hören Sie mir einfach einmal einen Moment lang zu. Sie Menschen bringen ihr verfluchtes Leben jeden Tag so gut es eben geht hinter sich. Die meisten sehnen sich schon während eines mehr oder minder frei gewählten Berufs danach, irgendwann in den Ruhestand zu gehen, um dann endlich anzufangen mit dem Leben. Sie ertragen ihre selbst gewählte Erbärmlichkeit mehr schlecht und recht und dann kommen Sie zu mir und wollen Glückseligkeit?«
Der Mann schnaubte, atmete noch einmal tief ein und aus und schrieb weiter. Alexander sah ihn mit großen Augen an. »Aber was hätte ich denn tun können?«
»Jetzt meckern Sie mal nicht. Ich dachte, es hätte Ihnen ganz gut gefallen dort unten. Zumindest eigentlich.«
»Hat es ja auch. Eigentlich. Aber ein paar Dinge würde ich jetzt anders machen.« Alexander gefiel die Situation gar nicht. Es war schon bis hierher nicht das Gelbe vom Ei und wenn er gewusst hätte, dass ihn hier das totale Nichts erwartet, wäre er doch lieber in die Kirche gegangen. Oder hätte sündiger gelebt.
»Dafür ist es jetzt zu spät. Ab jetzt ist Nichts und für die meisten ist das auf keinen Fall schlechter, als das Leben, das sie auf der Erde führten.«
Der Mann blickte von seinem Block auf und schaute zu Alexander. Über dessen Kopf konnte er die Fragezeichen sehen.
»Ihr ganz spezielles Problem war einfach nur, dass Sie sich nie getraut haben und immer wieder Schiss hatten. Statt auf die Einzigartigkeit Ihrer Ideen zu vertrauen und Ihren Idealen zu folgen, gingen Sie den Weg der Sicherheit. Sie folgten den Angepassten und kapitulierten wie die vielen Anderen in einer Welt der Möglichkeiten, weil Sie gar nicht wussten, was Sie eigentlich selbst wollten. Überhaupt ist das »eigentlich« eines Ihrer größeren Probleme. Und da es sich so ergab, haben Sie eben keinen besonderen, ja einzigartigen Moment selbst erschaffen, sondern lebten von den geborgten Augenblicken der anderen. Es waren schließlich bereits ausreichend viele da. Bloß fühlt sich Second Hand auch nicht so doll an wie eine selbst geschaffene Einmaligkeit.«
Er machte eine Pause. Dann holte er ein Formular aus seinem Schreibtisch, legte es vor Alexander und reichte ihm einen Stift.
»Würden Sie mir das hier bitte unterschreiben?«
»Was ist das?«
»Ihr Fahrschein ins Nichts.«
»Und wenn ich das nicht unterschreiben will?«
»Dann fahren Sie ohne. Macht keinen Unterschied. Wir vertreiben uns hier eigentlich nur die Zeit, bis der nächste Transport kommt. Und da Sie Menschen Formulare lieben, haben wir in unserer Freizeit ein paar lustige erschaffen, die keiner braucht. Genau wie bei Ihnen.«
Alexander wurde bleich. Ängstlich entfuhr ihm: »Und jetzt?«
»Jetzt geht es los. Kommen Sie bitte?«
Alexander verkrampfte und innerlich sträubte sich sein gesamter Körper gegen eine Bewegung. Doch sein Kopf signalisierte ihm, dass es keinen Zweck haben wird, sich zu wehren. Der Mann erhob sich, kam um den Schreibtisch herum und umfasste Alexanders Arm. Dann begleitete er ihn langsam zu einer Tür auf der anderen Seite des Büros. Er öffnete diese, lächelte Alexander an und schubste ihn mit einer geübten und sehr bestimmten Bewegung hinaus. Alexander fiel. Von oben hörte er noch die Stimme des Mannes.
»Wir sind ja keine Unmenschen. Und da Sie es unbedingt wissen wollten, sage ich es Ihnen gern. Im Durchschnitt war es einmal pro Quartal. Und es hat Ihren Partnerinnen statistisch gesehen nur jedes achte Mal gefallen. Sie waren also echt mies.«

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Der Roman IHRES Lebens

Nehmen wir an, dass ein Roman hier anfängt. Und es steht eben nicht am Anfang, dass einmal dieses oder jenes war. Auch nicht, dass der Herr und die Frau Protagonist soundso in gewisser Weise aussehen, dieses oder jenes tun oder lassen, sich verlieben oder hassen.
Nein.
Wir stehen am Beginn eines Romans der freien Wahl.
Also können Sie sich nun auswählen, wer SIE gern sein möchten. Ist das nicht toll? Schon deutlich vor Weihnachten einen Wunsch erfüllt zu bekommen? Nochmal ganz von vorn anfangen können? Sie dürfen nun etwas oder jemand sein, das oder der Sie schon immer sein wollten, sich aber nie getrauten, weil Sie einfach nicht dazu kamen. Aus Mangel an Gelegenheiten, Geld oder Chuzpe.
Vielleicht gefällt Ihnen etwas Bodenständiges, weil Sie in letzter Zeit ein bisschen zu viel Unsicherheit im Leben hatten und die Aussichten für die Zukunft nicht so rosig erscheinen. Dann würde ich Ihnen gern eine Festanstellung in einem großen, über die Jahre gut gewachsenen Unternehmen in einer krisenfesten Branche anbieten. Ein Beschäftigungsverhältnis so sicher, wie ein unsinkbares Schiff!
Doch Sie wissen ja, wie das mit den unsinkbaren Schiffen ist. Der Wind und die See wissen davon nie etwas. Und gerade in Zeiten wie diesen … Merken Sie etwas? Alle Menschen sprechen immer von Zeiten wie diesen, obwohl sie gar keine anderen haben! Welche anderen Zeiten als diese, in denen sie leben, könnten sie auch verwalten, bemängeln oder verfluchen?
Nun also, gerade im Moment, wo alles den Bach hinunter und die Börse weiter in den Keller geht, erscheint kein Metier als das Rechte, das von allen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten verschont bleibt. Mein Großvater mütterlicherseits betonte immer, dass die Berufswahl genau das abdecken müsse, was ganz bestimmt zu jeder Zeit benötigt wird. Man könne sich allen gedanklichen Unrat in die Haare schmieren, wenn man sich an den Bedürfnissen seiner Mitmenschen vorbei selbst verwirklichen wolle. Um ihn hier ganz unverblümt zu zitieren: »Gefressen, geschissen und gestorben wird immer.«
Sie können sich also gern als Gastronom, Taucher in einem Klärwerk oder Bestatter sehen. Doch so recht erstrebenswert scheinen mir diese Professionen bei aller Wertschätzung nicht zu sein.
Möglicherweise ist in Ihrem Fall etwas ganz und gar Einmaliges, gewissermaßen die Königin unter den sicheren Berufen besser, wo wir allerdings schon bei ihrer Majestät, der Beamtenlaufbahn wären. In einem Roman der freien Möglichkeiten bereits gleich zu Beginn das Korsett des Beamtentums anzulegen, erscheint mir ein wenig hausbacken, aber vielleicht ist es ja gerade das, was SIE im Moment brauchen?!
Um Sie nicht zu stark Vorurteilen und falschen Verdächtigungen des Pöbels gegenüber den Beamten auszusetzen, nehmen wir einfach an, Sie hätten ein solides Studium gewählt und abgeschlossen und sind nun ein Jurist im Staatsdienst. Also hätten Sie eine universitäre Ausbildung, eine absolut sichere Arbeitsstelle und, wenn man so will, auch einiges Ansehen. Diese Profession eröffnet Ihnen nicht zuletzt alle Chancen in politischer Richtung, wobei wir uns hier nicht auf eine Partei festlegen wollen, schließlich stehen wir noch am Anfang aller Möglichkeiten.
Wenn Sie nun über den Beginn Ihres Romans schauen, dann wirkt es sicher ein wenig befremdlich.
Sie als freier Mensch holten sich aus freien Stücken und ohne etwas bezahlen zu müssen ein Schriftstück wie dieses hier. Und noch ehe Sie es richtig in Ihren Händen (oder besser: in der Maus) halten und ins Lesen und Scrollen kommen, hat man Ihnen eine Beamtenurkunde aufs Auge und Ihr Leben in den Skat gedrückt. Das ist nicht meine Absicht und deshalb nehmen wir einfach an, Sie sind viel freigeistiger, als man es den Beamten, der Sie natürlich nie und nimmer sind, abnehmen würde. Also waren Sie schlau genug, nicht Jura zu studieren. Sie (wer, wenn nicht SIE?) haben rechtzeitig Ihren Verstand eingeschaltet und etwas Kreatives auserwählt. Deshalb sind Sie heute in der Werbung tätig. Das hat Leichtigkeit, Charme und Esprit. Und, allen Kritikern zum Trotz, sind Sie auch jemand, der dieser aktuell gefühlten oder tatsächlichen (man weiß es immer nicht genau) Krise etwas abgewinnen kann. Denn in jedem Laden, der zahlungsunfähig wird und bei allen Kaufhauspleiten gibt es Schilder für Angebote und Ausverkaufswerbung zuhauf zu gestalten. Selbstredend machen Sie auch die andere Werbung. Die für die Hochglanzmagazine, aber Sie sind ja schließlich kreativ und wirtschaftlich denkend, weshalb Sie immer wieder eine Nische finden werden.
Passt Ihnen auch nicht?
»Nö, kann ich nicht, alle anderen sind eh besser und überhaupt habe ich mir alle Träumerei längst abgeschminkt. Ich muss das jetzt halt weitermachen und außerdem, wo kämen wir denn hin, wenn alle nur das machen würden, was ihnen Spaß macht!«
Klar. Wenn Sie so denken, dann kommen wir natürlich mit der kreativen Leichtigkeit nicht weiter. Und bei all dem, was die Zukunft voller Rettungsschirme und Hebel bringen wird, wäre es doch schön, wenn wir ALLE auf Nummer sicher gehen. Sie könnten sich in der logischen Folge einzig und allein als Arbeitsloser (I oder II, Ihre Wahl) im noch nicht geschriebenen Roman Ihres Lebens versuchen. Ach, das ist Ihnen nun wieder zu wenig Aufregung?
Dann sind Sie sehr wahrscheinlich Sozialversicherungsfachangestellte(r)! Und Sie sehen die kompletten Jahre bis zur Pensionierung bequem und sicher vorgezeichnet. Wenn sie diese dann erleben sollten, hoffen Sie, dass Sie sich noch ein wenig Ehrgeiz und Freude am Leben bewahrt haben, um Ihre längst verschwundenen Träume aus dem Grab zu holen, in dem Sie bald selbst liegen werden. Sehr schön! Na dann haben wir ja endlich ein Ergebnis. Sie haben es mir aber auch nicht leicht gemacht! Willkommen in dieser Geschichte, die nun leider gar keinen Plot mehr hat und aus diesem Grunde hier endet.

 

Voyeure Teil 1 (von 2)

Es ist spät geworden an diesem Samstagabend. Sie sind viel zu müde, um irgendwohin zu gehen, aber es lief ein guter Krimi, der sie fesselte. Kurz nach Mitternacht gehen sie ins Schlafzimmer und sie stellt sich an das Fenster und betrachtet den Sternenhimmel.
»Sieh nur, wie schön die Sterne leuchten und wie klar der Himmel ist. Und hier«, sie nimmt dieses Ungetüm von Pflanze auf dem Fensterbrett ins Visier, »unsere Amaryllis wirkt ganz toll im Licht des Mondes.«
Er liegt bereits auf dem Bett und erwartet sie. Das, was wirklich ganz toll im Mondlicht aussieht, ist die Silhouette ihres nackten Körpers. Also steht er auf und drängt sich an ihren Rücken, legt seine Arme um sie, berührt ihre Brüste und küsst ihren Nacken.
Sie bekommt eine Gänsehaut und schüttelt sich. »Ist es nicht eine wunderschöne Nacht?«
Er kramt in seinem Kopf nach einer entsprechenden Antwort. Eine, mit der er die Vollkommenheit des Augenblicks nicht gefährdet. Etwas Tiefsinniges, gleichzeitig aber auch hinreichend Erotisches, etwas, das sie in dieser famosen Stimmung hält. Gerade will ihm etwas einfallen, da fällt sein Blick an ihrem Hals vorbei auf das Nachbarhaus in ein schwach beleuchtetes Zimmer. Er lässt ab von ihren Brüsten, nimmt ihren Kopf in beide Hände und justiert ihn auf seine Blickrichtung.
»Schau mal, unser Nachbar wichst!«
»Wo?«
»Na, da gegenüber! Auf dem Sofa! Siehst du ihn nicht?«
»Nein!«
Er muss lachen. Sie sammelt emsig jede Information ihrer Umgebung, um daraus ein stimmungsvolles Bild einer zarten, wunderbar romantischen Frühlingsnacht zu spinnen, aber das Wesentliche in ihrem Blickfeld entgeht ihr.
»Du solltest dich auf die wichtigen Dinge in deiner Umgebung konzentrieren. Nicht auf den Mond oder unsere Pflanze hier, sondern unseren Musterknaben dort drüben!«
Nun kann sie ihn auch erkennen. Er liegt auf die Seite gedreht auf der Couch und hat seinen Kopf auf seinen linken Arm gestützt. Das flackernde Licht auf seinem Gesicht verrät den laufenden Fernseher. Ansonsten hat er nur eine Lampe hinter dem Sofa eingeschaltet. Seine rechte Hand bewegt sich hastig zwischen seinen Beinen.
»Glaubst du wirklich, dass er sich gerade einen runterholt? Das geht doch viel zu schnell! Und so beiläufig, als würde er eine Tüte Chips in sich hineinschütten. Der ist doch gar nicht bei der Sache!«
»Glaub mir, er wichst! Die Situation ist eindeutig. Er ist allein, schaut sich einen Erotiklangweiler an und holt sich mal eben einen runter. Nicht mehr und nicht weniger!«
»Aber er ist dabei so gelangweilt, so lustlos! Da kann er es doch auch sein lassen! Machst du das auch so?«
Er fährt mit seinen Händen über ihre Brüste und haucht ihr ins Ohr:
»Seitdem ich mit dir zusammen bin, natürlich nicht mehr. Aber früher habe ich schon mal Hand angelegt. Und wenn ich es getan habe, dann nur bei Kerzenlicht, einer romantischen CD, die im Hintergrund spielte und ganz gemächlich. Dazu habe ich mir meist eine Duftkerze angezündet und meinen ganzen Körper vorher mit ätherischen Ölen eingerieben.«
Während er das sagt, beginnt er, seine Körpermitte langsam an ihrem Becken zu reiben. Sie entzieht sich ihm und geht einen Schritt nach vorn. Er folgt ihr und legt wieder die Arme um ihren Körper.
»Das glaubst du doch selbst nicht! Du hättest es auch in Sekundenschnelle auf einer Bahnhofstoilette hinter dich gebracht, einen winzigen Reiz deines Sinneszentrums vorausgesetzt. Und schau dir das doch mal an! Es sieht auch so aus, als hielte er ihn nur mit Daumen und Zeigefinger.«
Er sieht noch einmal genau hinüber, versucht dabei über ihre Bemerkung über seine frühere Hast hinwegzugehen und ja, tatsächlich, ihr Nachbar schrubbt mit den Fingern völlig gelangweilt an seinem Ständer herum. Und der verdient maximal das Prädikat »Semiständer«, und das auch nur unter Freunden.
»Er scheint auch nicht richtig hart zu sein, wenn du mich fragst. Schau mal genau hin!«
Doch sie ist mit ihren Gedanken längst viel weiter.
»Wenn ich das so sehe, weiß ich genau, was wir ganz dringend brauchen!«
»Ich auch! Wird ein Fernglas reichen, oder besser gleich ein Nachtsichtgerät?«
Ihr Ellenbogen bohrt sich in seine Magengrube.
»Du bist ein schlimmer Voyeur! Wenn wir dort so einfach reinschauen können, kann man das auch bei uns. Also brauchen wir blickdichte Gardinen!«

Monty X

»Hilft ja nichts, Leo. Ich soll dir Nachhilfe geben und länger als eine Stunde wird es nicht dauern.«
Leo legt seine Hanteln beiseite, langt nach einem offensichtlich schon leicht verhärteten Handtuch und wischt sich mit einer kaum vermuteten weichen Stelle den Schweiß aus der Stirn. Dann wirft er es in eine Ecke, in der es wie ein Ziegelstein an die Wand kracht.
»Soll ’n das bringen?«, fragt er mich mit einem Gesichtsausdruck, der mich unweigerlich an den Nihilismus des Moments denken lässt, »Ich muss trainieren, das ist viel wichtiger als der Scheiß!«
»Dass du in Mathe und Deutsch besser wirst, das soll es bringen. Mehr nicht«, entgegne ich ihm resolut.
»Brauch ich nicht. Ich komm auch ohne Mathe und Deutsch über die Runden, wirst schon sehen. Ich habe alles, was ich brauche. Die Arbeit nach der Schule ist schon fast klar und ne scharfe Alte hab ich immer wieder mal.« Seine rechte Hand verschwindet für längere Zeit zwischen seinen Beinen, als will er damit zeigen, dass er keinesfalls beschäftigungslos ist.
»Schon gut, ich kann auch gehen, wenn du keine Lust hast. Muss es aber der Hakenberg sagen, nicht dass ich am Ende noch Ärger bekomme.«
Er sieht mich an wie eine Raubkatze ihre Beute kurz vor dem Sprung und sagt: »Pass bloß auf, dass du keinen Ärger bekommst, ja! Wir machen jetzt schön die blöde Nachhilfe und dann schwirrst du ab und sagst der Hakenberg, dass alles in bester Ordnung ist, klar?«
»Klar doch, mach ich.«
Ich ohrfeige mich gedanklich für meine christliche Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Soll Leo später doch sonst wo arbeiten, Krimineller oder Legionär werden, mir doch egal!
In der folgenden halben Stunde versuche ich Monty mit der Geduldigkeit einer Schnecke, die einen Marathon zu absolvieren hat, in die Geheimnisse der mathematischen Logik einzuführen. Eher kann ich den blinden Schachspieler wieder sehen lassen oder auf dem Meer laufen, als diesem Dummkopf zu einer Erweiterung seines Horizonts zu verhelfen. Was ich auch sage, und wie ich es auch anstelle, Leo sieht mich an, als will ich ihm ernsthaft einreden, dass man vom Boxen blöde werden kann oder dass die Erde keine Scheibe ist. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er weiß, welcher Planet sich um welchen dreht. Was mich aber immer wieder beunruhigt, ist der Blick, den ich auch aus dem Ring kenne. Und für den Moment habe ich nicht das Gefühl, dass ich eine gute Deckung hätte.
»Gut. Das wars für heute«, sage ich völlig entnervt und packte meine Sachen zusammen.
»Schöne Scheiße, sage ich dir«, fasst Leo seine wichtigsten Erkenntnisse der ersten Nachhilfestunde überraschend zutreffend zusammen.
»Nächste Woche wieder?«, frage ich in der Hoffnung, dass einem von uns beiden etwas zustoßen wird oder das gesamte Weltsystem zusammenbricht.
»Echt, schon wieder? Scheiße, Mann! Bock hab ich zwar nicht, aber du kannst ja mal kommen.« Er schaut zum Fenster raus und ich überlege, ob ich ihn unterbrechen sollte oder nicht. Ich habe Angst, dass er für einen Moment mental in sich geht und das von mir Gehörte gerade erst verarbeitet, gewissermaßen einen Datentransfer in seinem Hirn herstellt. Vielleicht sollte ich ihn besser nicht stören.
»Wenn das jetzt dauernd so ist, sehen wir uns beim Training und dann immer noch bei mir. Und wenn du mir hier zu sehr auf den Sender gehst, haue ich dir beim Training einfach eine rein, cool!«
Ich schaue Leo entsetzt an und sage: »Das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder? Schließlich mache ich das hier auch nicht freiwillig. Ich habe genügend andere Sorgen und Besseres zu tun, glaub mir.«
»Hast du eine Freundin?«
Warum sollte ich mit Leo über so etwas reden? Hat er, bloß weil er mein Nachhilfeschüler und Sparringspartner ist, Anspruch auf diese vertraulichen Informationen? Sollte ich mich gerade mit ihm auf diese intime Stufe begeben, wo er Anstieg und Kurvendiskussion maximal eine sexuelle Komponente beimisst? Ach, ist doch egal, was er denkt, wenn er es überhaupt tut.
»Nein, habe ich nicht«, sage ich deshalb ganz ehrlich.
Leo schaut mich an und legt dabei seine Stirn in Falten. Seine Augen sind zusammengekniffen und kalt. Fast wie beim Sparring.
»Du bist komisch«, sagt er endlich, »Jeder Kerl von uns will eine Freundin haben und tut alles dafür, dass er mal einen Stich bekommt. Aber du«, er kratzt sich ausgiebig zwischen seinen Beinen und ich hoffe, dass das nichts mit mir zu tun hat, »machst gar nichts. Ab und zu sieht man dich mit Miss Bildung abhängen, aber das kann nicht dein Ernst sein, oder?«
»Wir haben denselben Schulweg!«, insistiere ich forsch.
»Und du willst gar nichts von ihr, das glaube ich dir nicht.«
Wenn ich es recht bedenke, kann es schon sein, dass ich etwas von Frauke wollen würde, wenn sie denn auf einem Bordstein stünde und mich dazu befragte. Nur müsste sie eben den ersten Schritt machen, doch das tat sie bisher nicht. Deshalb transformiere ich meinen bisher schrecklichsten Gedanken gerade vor Leo in hörbare Worte.
»Ich glaube, dass sie koitophob ist.«
Leo schaut mich an, als wäre ich gerade einem Raumschiff entstiegen. Er hebt seinen rechten Arm und zeigt ganz vorsichtig mit dem Zeigefinger auf mich. Ich kann deutlich das Schwarze unter seinem Fingernagel sehen. Dann sagt er leise: »Dein Problem ist dein Kopf. Du denkst zuviel nach. Du solltest dich eher hier«, dabei greift er sich wieder kräftig in den Schritt, »verbessern, damit du mal einen Stich landest. Vielleicht will sie einfach nur nicht ficken.«
»Sag ich doch, koitophob!«
Leo winkt ab:
»Wie auch immer. Du schaffst es auch noch. Sind wir eigentlich fertig? Ich muss los.«

Monty IX

Auf mein Klingeln öffnet mir Leos Mutter. Sie sieht mich mit der Geringschätzung an, mit der sie auch einen Zeugen Jehovas bedenken würde, und winkt mich mit einer lässigen Handbewegung in die Wohnung.
»Komm rein! Leo ist in seinem Zimmer. Hinten rechts.«
»Guten Tag und vielen Dank!« antworte ich, wie ich es beigebracht bekommen hatte, halte es aber für reichlich unangebracht. Leos Mutter ist eine gutaussehende Frau, sicher, doch sie ist auch ein Stück weit verloddert und man sieht ihr die verlorenen Träume und Männer der letzten zehn Jahre an. Als ich meinem Vater kurz vor meiner Abfahrt von meiner neuen Freizeitbeschäftigung erzählte, schnalzte er mit der Zunge, sah sich um, ob Mutter uns nicht beobachtete oder belauschte, und sagte: »Frau Selder ist ein heißer Feger. Nimm dich vor ihr in acht!« Dabei zwinkerte er mit seinem linken Auge, zog die Augenbraue nach oben und noch bevor er seine Zigarette wieder in seinen Mund steckte, zeigte er mir seine flatternde Zunge und grinste verschwörerisch. Nun stehe ich vor Frau Selder, bestaune ihre enorme Anatomie und freue mich einen langen Augenblick aufs Großsein.
Sie mustert mich von oben bis unten und zurück und sagt: »So sehen also die Schlauberger von heute aus. Hm. Aber aufs Aussehen kommt es ja nicht an. Hauptsache, du hast was in der Birne. Darfst sie dir dann aber nicht mehr so zermatschen lassen!«, sagt sie, auf meinen Kopf zeigend.
Sie verschwindet im Zimmer zur Linken und schlägt die Tür zu, noch bevor ich sehen kann, wohin sie sich verzogen hat. Langsam gehe ich den Korridor nach hinten und klopfe an die Tür mit der Aufschrift »Betreten verboten!«
Leo öffnet mir, sichtbar verschwitzt und mit einem Gesichtsausdruck gerade erworbener Geistesschwäche. »Willst ’n du?«
»Wir hatten uns für heute wegen der Nachhilfestunde verabredet«, sage ich vorsichtig und bereue im selben Moment, für das Wohl eines Mitmenschen eingetreten zu sein. Ich habe das schwer zu verleugnende Gefühl, dass jede Stadt ihren Deppen verdient.
»Echt?« grunzt Leo, kratzt sich betont ausdauernd zwischen den Beinen, als suche er dort nach dem Heiligen Gral und ergänzt mit dem ihm eigenen Esprit: »Schöne Scheiße!«
Leo sieht für eine halbe Ewigkeit in den Korridor, als wollte er feststellen, ob jemand uns beobachtet, oder der Messias im Anmarsch ist und schiebt mich dann hastig in sein Zimmer. Dieses ist knapp zwei Meter breit und fünf Meter lang und besteht im Wesentlichen nur aus einer Matratze. Davor liegen ein paar Hanteln, die Leo wieder in die Hände nimmt, nachdem wir eingetreten sind und schließlich liegen verstreut in allen Richtungen ein paar Bücher und Hefte mit offensichtlich jugendgefährdendem Inhalt herum. Eine P.M. oder eine Geolino kann ich jedenfalls nicht ausmachen.
»Was glotzt du so?« fragt Leo.
»Cooles Bett. Cooles Zimmer. Überhaupt so«, sage ich und wundere mich über den Verlust meiner Muttersprache. Leo kann unmöglich in der Schule besser werden, wenn selbst mir als seiner Nachhilfe große Teile meines Wortschatzes in seiner Bude flöten gehen. Inzwischen hebt und senkt er eine Hantel und bläst die Backen auf. Auf seiner Stirn glänzt Schweiß und in der Luft kämpfen Ausdünstungen aller Art um die Vorherrschaft.
»Hm«, meldet sich Leo zu Wort, »die Weiber fahren auch total drauf ab.« Ich sehe mir Leo an, lasse meinen Blick durch sein Zimmer gleiten und bleibe an einem undefinierbaren Fleck auf seinem Laken hängen.
»Und was ist nun mit Mathe?«, höre ich mich zaghaft fragen.
»Muss das sein? Muss mein Training machen, sonst schimpft der Trainer wieder. Du weißt doch, dass ich bei der Meisterschaft richtig reinhauen will. Warst übrigens gestern nicht schlecht, ehrlich!«
»Danke«, sage ich und obwohl er wirklich ein Schwachkopf ist, freue ich mich über ein Lob aus seinem Mund. Trotzdem überkommt mich ein Gefühl des Zweifels. Denn obwohl ich einer der Besten in der Klasse bin und Leo dagegen nur über rudimentäre Kenntnisse des Schulstoffs verfügt, haut er mich auf die Bretter, hat bereits einen beachtlichen Bartwuchs und weitreichende Erfahrungen mit Frauen. Ich frage mich deshalb, ob es nicht sinnvoller ist, die Zeit nicht beim Schachspiel, Lernen oder sonstiger geistiger Zerstreuung zu vergeuden. Statt dessen scheint es lukrativer, das Leben in all seinen Facetten zu studieren. Leo jedenfalls hat zwischenmenschliche Erfahrungen wie ein Achtzehnjähriger. Etwas neidisch schaue ich auf ihn, wie er seine Hanteln bewegt. In wenigen Monaten wird er Deutscher Meister in seiner Altersklasse sein und in diesen stinkenden Käfig eine Neue bringen, die er auf der bis dahin noch immer nicht gereinigten Matratze flachlegt. Ich dagegen werde weiter auf das Einsetzen meines Bartwuchses und anderer körperlicher Veränderungen warten. Doch bis es so weit ist, habe ich diese Aufgabe zu erfüllen.

Thermohaussack

Aus gegebenen Anlass mit einem herzlichen Gruß an die frierenden Frauen dieser Welt:

Welcher Mann kennt diese Situation nicht? Du kommst in das Wohnzimmer, hast nicht mehr an dir als einen Slip und ein Unterhemd und dir schlägt eine Wolke entgegen, als würdest du in die Sauna eintreten. Es sind mindestens gefühlte fünfzig Grad und vor dir sitzt deine Partnerin, eingehüllt in alle Decken, die sie in der gesamten Wohnung finden konnte und sagt: „Ist irgend etwas mit unserer Heizung nicht in Ordnung? Ich friere so doll!“
Du möchtest augenblicklich zur Heizung springen, um zu kontrollieren, ob diese Hitze im Wohnzimmer wirklich nicht von der Heizung, sondern vom vielfach herauf beschworenen Klimawandel kommen kann. Doch zum einen fällt dein Blick aus dem Fenster und du kannst den Schnee auf den Bäumen entdecken. Zum anderen würde jede Eigenbewegung zu einem gehörigen Schweißausbruch führen. Deshalb bleibst du reglos in der Tür stehen und machst gar nichts.
„Kannst du bitte die Tür schließen? Es wird immer kälter.“
Es hat sich vielleicht auf frische 48,5 Grad abgekühlt, aber von Kälte kann wahrlich keine Rede sein, denkst du, verziehst dich angesichts der Ausweglosigkeit der Situation aber lieber in Zeitlupentempo in die Küche und liest ein wenig in der Zeitung. Das Zeitungsstudium ist kaum erbaulich und bringt auch keine neuen Erkenntnisse zu Hitzeschildern und Thermoschutzanzügen für den Hausgebrauch. Es liegt auf der Hand, dass ein schöner Abend zu zweit unter diesen Bedingungen unmöglich ist. Und weil du ein Partner bist, der auf die Bedürfnisse seiner Frau eingeht, überlegst du dir natürlich, wie das Problem mit einem für beide Seiten annehmbaren Ergebnis gelöst werden könnte. Wobei die Auskenner unter den Frauenverstehern natürlich zu Recht einwenden mögen, dass das Problem nicht zuerst einer Lösung zugeführt werden muss, sondern zunächst ausgiebig mit der Frau zu diskutieren ist. Aber in Anbetracht des sich im Wohnzimmer schon lösenden Heizungslacks bedarf es einer schnellen Antwort auf die Fragen der Zeit.
Vielleicht sollte es so etwas wie einen Haussack für die Frau geben. So einen wie diese Schlafsäcke für Babys, bloß mit Beinen für die im Haushalt notwendige Bewegungsfreiheit. Man könnte den Anzug für verschiedene Kältegrade herstellen lassen, wie es auch bei den normalen Schlafsäcken der Fall ist. Welch unendlich gütige Tat für die Frauenwelt! Nie wieder kalte Füße, ein Wohnzimmer mit echter Wohlfühltemperatur und eine bezahlbare Nebenkostenabrechnung! Der Himmel auf Erden. Die Taganzüge könnten sehr stilvoll gestaltet und modisch derart aufgepeppt werden, dass auch ein kompletter Weiberabend in dieser Montur durchgeführt werden könnte.
Die Damen könnten sich beim zusätzlich wärmenden Tee über die Farbwahl und den feinen Stoff ihrer Säcke unterhalten. Modellnamen wären Tinky-Winky, Lala, Dipsy und Poh. Dazu gibt es kleine Feinheiten, die der ganzen Aufmerksamkeit bedürfen. Zum Beispiel kleine Innentaschen, in denen Lippenpomade, Taschentücher oder ein Tampon Platz finden. Natürlich gibt es bei dieser Art der thermischen Problemlösung ein paar Nachteile. Die Figurbetonung gerät gewissermaßen ein wenig aus den Fugen. Aber man kann eben nicht alles haben. Frieren in der superknackigen Jeans mit der knappen Obertrikotage, unter der natürlich kein Hemdchen getragen wird, oder aber richtig wohlfühlen in dem großzügig gearbeiteten und mollig warmen Säckchen, da fällt Frau die Wahl doch leicht. Oder?
Selbstverständlich müsste es bei einer allumfassenden Problemlösung auch einen Frauensack für die Nacht geben. Besonders flauschig und kuschelwarm. Zudem einen mit einer extra eingebauten Fußheizung. Dieser braucht aber in Anbetracht der Notwendigkeit gewisser zwischenmenschlicher Bedürfnisse kleine Extras. Ich denke da an ein paar Öffnungen im Stoff, die sich stilvoll mittels einer Stofflasche öffnen und schließen lassen. Hierfür würde sich der gute alte Klettverschluss geradezu aufdrängen. Ganz nach dem individuellen Geschmack der Sackträgerin und ihres Partners könnte auch gewählt werden, wieviel Öffnungen sich wo befinden sollen. Eine schöne heile Welt voller farbenfroher Michelin-Frauchen, denen es einfach nur gut geht. Manche Marktlücke schließt sich wie von selbst.
Und die Nebenkostenabrechnung wird der neue Freund der Frau.