Lesung am 15.03.20 abgesagt, aber wir holen das nach.

Foto: Fanny Zölsmann

Karla, das Leben und ich
Lesebühne „Kleine Komödie Gera” am 
15. März:  Mark Jischinski öffnet Schubladen
 
von Fanny Zölsmann
 
»Ich frage mich oft, wie das Gehirn einer Frau funktioniert. Welche Signale empfängt es, wie erfolgen die Verarbeitung und Speicherung von Informationen? Wann läuft es auf standby? Das mit dem Offline-Modus, was im übrigen bei einem Mann außerhalb seines Arbeitsplatzes, des Homeoffice und des Hobbykellers der Normalmodus ist, kommt bei einer Frau nicht vor. Zumindest nicht bei Karla. Sie denkt immer nach. Nicht zwingend über Quantenphysik, die Rettung der Welt und die Heilung von Dummheit, aber sie denkt. Dauernd.«
 
»Sie wiegt den Kopf, als wolle sie mit den schweren Gedankenkugeln darin Pingpong spielen. Sie mustert mich. Hinterfragt ihre Entscheidung. Immer wieder dasselbe. Muss wirklich schwer sein für eine Frau. Sagt er die Wahrheit? Kann ich ihm trauen? Ist er ein Säufer? Ist er der richtige Vater für meine Kinder? Kann er uns versorgen oder säuft er in der Schwangerschaft? Wird er später Hustensaft trinken, um wenigstens etwas Alkohol zu haben? Ich will nicht mit ihr tauschen. Ich bin so froh, dass ich ein Mann bin. Als Frau muss es die Hölle sein.«
 
Allein beim Lesen dieser Zeilen muss ich schmunzeln. Doch glauben Sie mir, wenn der Autor jene Zeilen auch noch selbst liest, kommen Sie aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Es ist ein Lachen, welches ihnen „Ich fühle mich ertappt” ins Gesicht schreibt. Mit einem kessen Augenzwinkern gepaart mit einem verschmitzten Lächeln liest Mark Jischinski aus seinem Buch „Karla, das Leben und ich” und bringt dabei jene Beziehungssituationen von Papier ins Gehör, die vermeintlich jeder und jede kennt. 
Ich hatte das Vergnügen Mark Jischinski persönlich zu treffen, um über sein Buch zu sprechen. Ich wollte wissen, wie er an diese Geschichten kommt, die oftmals hinter verschlossenen Türen stattfinden und nur in gewissen Freundeskreisen erzählt werden. „Viele Tatsachenberichte sammele ich aus meinen persönlichen Coachings und natürlich auch aus meiner eigenen Erfahrung als Mann”, erzählt jener Mann, der nicht nur Autor, sondern eben auch Coach und vor allem Unternehmensberater ist. „Ich berate Unternehmer, nicht die Unternehmen, so verhält es sich auch in persönlichen Lebenslagen. Ich hinterfrage immer zuerst meinen Gegenüber, wie er sich mit der Problemtatik fühlt. Dann erarbeiten wir gemeinsam eine Lösung oder Herangehensweise.”
Am Sonntag, 15. März, 16 Uhr, lädt Mark Jischinski Sie ein, gemeinsam mit ihm auf Entdeckungstour der Beziehungen zu gehen – auf jene des Protagonisten Mark, ihrer Nachbarn und natürlich ihrer eigenen. Ort: Kleine Komödie Gera e.V. in der Späthepassage (ehemals Hugo).

Karla, das Leben und ich …

Karla, das Leben und ich … oder Liebe bis in den Tod.

LESUNG AM 15.03.2020 um 16.00 UHR
KLEINE KOMÖDIE GERA

Irgendwie muss es ja doch gehen, das mit den Männern und den Frauen. Beim Einkaufen, beim Miteinanderreden, beim Führen eines gemeinsamen Haushalts, bei Kinder- und Finanzfragen. Die Gefühlslage in der Beziehung reicht oft von Panik bis Verzweiflung, der Soundtrack klingt mal nach „Ave Maria“, mal wie „Spiel mir das Lied vom Tod“. Mark Jischinski erzählt in seinen Geschichten vom Alltag mit Karla, die ihre wichtigste Überzeugung wie ein Mantra predigt: „Mit der Beziehung zu einem Mann bekommst du automatisch einen Erziehungsauftrag!“ Ob Doktorspiele, Dirty Talk, Entspannungseinkäufe am Samstag, oder ein gemütlicher Fernsehabend mit der Lieblingsserie – Mark und Karla durchleben und durchleiden ihr freiwillig gewähltes Miteinander. Lakonisch, vergnüglich, und doch immer über beide Ohren verliebt, liest Mark Geschichten aus dem prallen Beziehungsleben.

Gute Vorsätze

So viel zu tun, aber nur noch die paar Tage sind übrig. Geht es uns nicht allen so? Gerade ist Silvester rum, die guten Vorsätze sind, eben gefasst oder im Jahresturnus erneuert, schon wieder über Bord geworfen. Der Alltag umfasst uns wie ein Korsett, das uns sicher bis Dezember einsperrt, bis wir uns endlich hektisch in die Besinnlichkeit stürzen. Wir wundern uns, dass die Zeit so gerannt ist, auf dem Beginn der goldenen 20er bereits so viel Patina sitzt und wir bekommen nicht einmal den Fuß aus der Tretmühle, die sich immer schneller dreht. Dabei sah diese Mühle einmal aus wie eine Karriereleiter.
Machen wir es besser. Genießen wir die Tage, fordern wir das Gute und Schöne heraus. Nicht durch Abwarten und Verharren, sondern durch eigenes Tun. Durch das leidenschaftliche Brennen für unsere Ideen, Träume und Ideale. Machen wir einfach Krach in unseren Herzen.
Ich wünsche allen LeserInnen, Schreibenden und Buchverrückten ein erfülltes Jahr 2020 voller Liebe, Wertschätzung und Respekt.

In 2020 sehen wir uns bei Lesungen aus meinem aktuellen Roman „Swinging Village“, heiter-satirischen Betrachtungen mit Kurzgeschichten in den Programmen „Vörwärts immer, rückwärts nimmer“, „Weltall, Erde, Mensch“, „Liebe , Lust und Leidenschaft“ und einem neuen Programm. Ach ja, ein neues Buch erscheint 2020 auch noch. Wenn nicht wieder ein anderes dazwischen kommt.

Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Swinging Village goes Babylon

Ich freue mich schon sehr auf die BuchBerlin am nächsten Wochenende. Am 23. und 24.11.19 werde ich am Stand vom adakia Verlag sein und am Sonntag (24.11.19) lese ich ab 15.00 Uhr aus meinem Buch „Swinging Village“. Während der letzten BuchBerlin habe ich mit jedem Käufer von „Iren ist menschlich“ einen Whiskey getrunken. Leider musste ich diese verkaufsfördernde Maßnahme bereits um die Mittagszeit einstellen. Zwar bietet das Thema von „Swinging Village“ durchaus die Möglichkeit, dem Alkoholkonsum zu frönen, aber ich würde meine Lesung gern fließend vortragen.

Swinging Village

Die erste Lesung ist geschafft, Rückmeldungen von Lesenden gehen ein und der MDR hat einen tollen Beitrag zum Buch gesendet. Ich freue mich sehr über das bisherige Feedback und danke allen, die zum Erfolg des Romans beigetragen haben. Allen, die die Geschichte rund um Erik Fink noch nicht kennen, wünsche ich gute Unterhaltung.

Mark Jischinski: SWINGING VILLAGE, Roman, Klappenbroschur, 270 Seiten, ISBN 978-3-941935-45-7, Preis 11,00 €

Zu kaufen überall im Handel, online oder direkt beim adakia Verlag:

http://www.adakia-shop.de

Neue Termine 2019

Alle folgenden Veranstaltungen finden im Kabarett „Lachgeschäft“ in Gera statt:

29.09.2019 „Wir sind die Sonne, ihr seid das Licht!“ (Kabarettistische Lesung) 16.00 Uhr
18.10.2019 „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ (Kabarettistische Lesung) 20.00 Uhr
24.10.2019 „Swinging Village“ (Lesung aus dem neuen Roman) 20.00 Uhr (Premiere)
31.10.-02.11.2019 „Nudeln mit Blutwurst“ (Kabarettistische Lesungen zu 30 Jahre Mauerfall) jeweils 20.00 Uhr
24.11.2019 „Trauer, Abschied und Neubeginn“ (Lesung) 16.00 Uhr
07.12.2019 „Liebe, Lust und Leidenschaft“ (Erotischer Leseabend) 20.00 Uhr
18.12.-22.12.2019 „Jahresrückblick 2019“ (Kabarett und Lesung) jeweils 20.00 Uhr